Camperurlaub mit Baby durch Portugal

Aktualisiert: 27. Apr. 2021

Unser Camperurlaub mit Baby in Portugal im Herbst 2016 war für mich die Premiere. Ich kannte das wunderschöne Land noch nicht, eine Camper-Rundtour hatte ich auch noch nie gemacht, ich war noch nie mit Baby im Gepäck geflogen und überhaupt hatten wir noch nie Urlaub mit Kind gemacht.

Also ziemlich viele erste Male.


  1. Geh alles entspannt an

  2. Campertour mit Navi ohne GPS

  3. Gib die Urlaubsplanung ab, Mama

  4. Wild Camping

  5. Stilles Örtchen ohne Stolpern

  6. Warmer Galao statt kalte Dusche

  7. Auf die Ausstattung kommt es an

  8. Die Haltestellen: Von Lissabon bis Lagos

  9. Lissabon ohne Kinderwagen aber mit Trage

  10. Lokale Köstlichkeiten

  11. Eat. Sleep, Surf

  12. Strandtag mit Strandmuschel

  13. Lagos kann man, kann man aber auch lassen

  14. Warum es toll ist, mit einem kleinen Baby zu reisen

  15. Ich packe meinen Koffer...

1. Geh alles entspannt an

"Wie kannst Du nur jetzt schon mit dem kleinen Baby fliegen? Das ist viel zu viel Stress für das Baby. Und das wird doch kein Urlaub für Euch." ist etwa die Zusammenfassung skeptischer Kommentatoren unserer Urlaubspläne.

Stress entsteht in genau einem Körperteil, auch wenn man die Symptome eher im Nacken, im Rücken oder vielleicht im Magen bemerkt. Er entsteht im Kopf.

Natürlich ist es Stress für das Baby, wenn die Eltern aufgeregt und gestresst sind. Wenn Fliegen einen per se stresst und wer Flugangst hat oder es überhaupt zu abenteuerlich findet, mit einem 3 Monate jungen Baby im Camper durch ein fremdes Land zu reisen, der ist sicherlich mit einer Ferienwohnung an der holländischen Nordsee glücklicher.

Mich stresset weder das Fliegen noch das Packen. Und überhaupt hatten wir ja bereits einige unkonventionelle Reiseabenteuer hinter uns. Also war es für uns auch total natürlich, das alles mit Kilian an Board zu machen.


2. Campertour mit Navi ohne GPS: Sie hätten hier abbiegen müssen

Freunde von uns hatten davon berichtet, dass sie sich einen Camper mieten und von Lissabon in Richtung Algarve fahren wollen. Damit war auch unser Herbsturlaub beschlossen und wir taten es ihnen gleich. Verfahren haben wir uns eigentlich nie, weil wir nie ein bestimmtes Ziel hatten. Das Ziel hieß im besten Fall eine schöne Klippe, an der man sich mit dem Camper frei hinstellen kann. Wenn wir dann doch eines hatten, dann sind wir nach Gefühl und semiverlässlicher Google Navigation gefahren. Denn der Klassiker war die Ansage "GPS wird gesucht". Ich bin eh keine gute Beifahrerin und konnte meiner Aufgabe mit einem Navi, was dir 10m nach der Abfahrt sagt, dass du abbiegen musst, nicht gerecht werden. Dem Klischee einer Frau, die keine Karten lesen kann, schon eher.


3. Gib die Urlaubsplanung ab, Mama

Über die genaue Route kann ich genauso wenig berichten wie über gute Restaurants, fancy Cafés oder chillige Strandbars. Davon haben wir zwar einige besucht, aber gemerkt habe ich mir wenig. Wenn wir etwas nicht gemacht haben, dann war es, die Route zu planen. Wir hatten eine grobe Idee (Portugal mit dem Camper) und eine Richtung (Süden).

Es war ein Urlaub, den ich von Tag zu Tag habe auf mich zukommen lassen. Die gesamte Planung hatte ich meinem Mann überlassen, der sich wiederum oft an unsere Freunde Doro, Janek und Krissi gehalten hatte, die ebenfalls gen Süden unterwegs waren.

Ich habe es sehr genossen, einfach in den Tag hinein zu leben und bei der Urlaubsplanung nichts mitentscheiden zu müssen. Überwältigt von den letzten Wochen als frisch gebackene Mama war es genau das richtige. So vieles ist doch in den ersten Wochen nach der Geburt passiert. Es war viel Papierkram, Einrichtung, Besorgungen, Wochenbett und Erholung, Rückbildung. Egal wieviel Rapha übernahm. Vieles hatte ich erledigt (weil ich eben in Elternzeit war, Rapha noch nicht) und der mental load dieser Angelegenheiten auch ich zu tragen hatte. Das ist vielleicht ein Tick von mit und Millionen anderer Mamas, ist aber so und will hier auch gar nicht weiter hinterfragt werden.

Aber Fakt ist oder war: Dass ich im Urlaub nichts organisieren musste, war genau was Richtige! Muss man mit Camper aber auch nicht.


4. Wild Camping

2016 ging es noch total gut, fast überall mit dem Camper nachts stehen zu dürfen. Manchmal war es total leicht, einen wunderschönen Ort an einer Klippe oder anderer traumhafter Stelle zu finden.

a. Stilles Örtchen ohne Stolpern

Das schönste beim wild camping ist für mich der nächste Morgen, wenn ich die Schiebetür des Campers öffne, die frische, klare Luft einatme und bestenfalls der Blick auf den Ozean gerichtet ist.

Meistens passiert es aber, dass ich zwischen Schlafengehen und Aufstehen auch ein Mal in der Nacht die Schiebetür öffne, , mir kalter Wind ins Gesicht weht, ich in Raphas Sneakers schlüpfe, weil ich meine Flipflops gerade nicht finde und ich mir ein stilles Örtchen an diesem stillen Ort suchen muss. Gut ist, wenn der Mond hell genug scheint und man etwas Licht hat, denn mein Handy habe ich im Camper gelassen. Da neben uns meistens Janek, Krissi und Doro geparkt haben war das stille Örtchen meist nicht direkt neben dem Camper- Zuliebe meiner Familie auch nicht. Es war also gut, wenn der Mond hell geleuchtet hatte, sodass ich mich auch ohne Handytaschenlampe ohne Stolpern ein paar Meter vom Camper entfernen konnte.


b. Warmer Galao statt kalte Dusche

Wir haben diesen Urlaub komplett ohne Aufenthalt auf einem Campingplatz oder -stellplatz verbracht. Premiere. Dass ich nicht jeden Tag meine Haar waschen und mit Spülung versorgen würde habe ich nach zwei Tagen gemerkt und nach drei Tagen auch nicht mehr gehofft. Jeden Morgen in den Ozean zu springen statt zu duschen finde ich ja grundsätzlich keine schlechte Sache. Aber wenn die Nacht im portugiesischen Herbst doch eher kühl als kuschelig war, sehnte ich mich öfter doch mehr einer warmen Dusche statt dem etwa 18 Grad kühlen Wasser. Ich habe mich also meist eher dazu entschlossen meine Haare ungebürstet hochzustecken, den Campingkocher anzustellen und den Kaffee in die achteckige Espressokanne aus Aluminium zu füllen. Die Dusche im Meer habe ich lieber bei steigenden Tagestemperaturen Richtung Mittagszeit wahrgenommen.

Manchmal haben wir sogar richtig geduscht. In der Tat gab es Strände mit warmen Duschen. Das war der Mamamoment der ersehnten Einsamkeit. Warm duschen und das auch noch ohne Kind. Wobei hier eher die warme Dusche als das Kind bei Papa logistische Kompetenzen erforderte.

Ich erinnere mich noch an einen Abend in der Nähe von Odeceixe. Die Dusche war für alle nötig und Janek kannte da so einen Ort mit öffentlichen Duschen. Da das Navi erneut "kein GPS-Signal" von sich gab, haben wir diesen Ort etwas länger gesucht. Das Wasser war so kalt, dass es mich an die Kalte Dusche in einer Berghütte mit Bergwasser erinnerte. So kalt, dass man den Kopf aus Angst vor Hirnforst nicht unterstellen wollte. Nur daran erinnert hieß, dass das Wasser glücklicherweise doch etwas wärmer war. Heute war Haare waschen mit Spülung drin und ich genoss das Bürsten meiner nun dank Silikon samtweichen, geschmeidigen Haare.

c. Auf die Ausstattung kommt es an

Ein unbedingtes Muss in einem Camper ist ein Kühlschrank. Die Ausstattung generell muss meines Erachtens nicht groß sein, aber ein paar Dinge sind eben essentiell. Wir hatten eine Kühltruhe, die per Zigarettenanzünder etwas Saft bekommt. Leider hat dieser Saft überhaupt nicht gereicht, um Lebensmittel wie Joghurt, geöffnete Milch, Butter oder Frischkäse zu kühlen. Glücklicherweise waren wir nicht allein unterwegs und konnten im anderen Camper ein paar Sachen kühlen. Sonst wäre es logistisch schwierig geworden, denn jeden Tag einkaufen wollten wir nun auch nicht.

Unser Camper von portugalbyvan.com war nicht so gut ausgestattet, wie es ohne großen Mehraufwand möglich gewesen wäre. Der Camper war ziemlich geräumig, aber die Wände hatten quasi keine Fächer/Schränke oder Haken, obwohl es der Platz hergegeben hätte. So etwas finde ich inzwischen beim Campen mit Kindern super wichtig. Man hat so viel Krimskrams, muss eventuell schnell und ohne groß zu suchen Windeln oder sonst etwas finden. Also braucht es auch in einem Camper eine gewisse Grundordnung oder Struktur. Natürlich liegt bei uns im Urlaub vieles im Camper einfach und überall rum, vor allem Strandhandtücher, die über die Sitze zum Trocknen ausgelegt werden oder Klamotten. Aber für die Windeln, frische Babykleidung und meine Kulturtasche samt Haar- und Zahnbürste hätte ich gerne eine festen Platz, der nicht "im Weg" heißt.


Essentials bei der Ausstattung gemieteter Camper:

Ohne weiter auszuführen sind für mich nach diesem Urlaub folgende Dinge ein absolutes Muss im Camper geworden, worauf ich inzwischen immer sehr achte:

  • vernünftiger Kühlschrank oder Kompressor-Kühlbox

  • ausreichende "Küchen"-Ausstattung

  • Campingkocher, ausreichend Gas

  • Innenausbau des Wagens: Genug Haken/Schränke/Fächer

  • Innenausbau: leichter bzw. kein Umbau von Betten und Sitzplätzen

Sitz- und Schlafplätze im Camper

Die Aufteilung der Schlaf- und Sitzplätze in unserem Camper waren super und ich empfehle jedem die Trennung von Schlaf- und Sitzplätzen, der täglich weiterfährt oder selten ein Lager aufschlägt.

Unser Camper hatte - und das war mein Highlight des Autos - drei Sitzplätze vorne. Jeder, der mit nur einem Kind reist, sollte dies zumindest zu einem weichen "Kauf"-Kriterium machen. Natürlich ist manchmal die Auswahl nicht mehr groß genug, aber wenn Du die Wahl hast, lass Dein Kind bei Dir vorne sitzen. Ihr glaub nicht, was es für eine Erleichterung ist, wenn das Baby auch vorne sitzen kann. Kilian war in einem Alter der Tiefenentspannung beim Autofahren. In der Regel zumindest. Sobald er mal etwas Aufmerksamkeit einforderte, konnte ich ihn vorne ganz leicht bespaßen. Eigentlich fand er es aber auch einfach super, vorne bei Mama und Papa zu sitzen.

Die Betten hinten waren fest eingebaut. Doppelbett unten, Einzelbett oben. Suuuuper, dachten wir. Der Plan war, Kilian nach oben zu verfrachten und wir kuscheln schön zu zweit unten. auf 1,40m ohne Kind. Die Realität holte uns nach 2 Stunden Schlaf in der ersten Nacht ein, in der es auf 14Grad runterkühlte und wir beide schlaflos, aber stumm nebeneinander lagen. Nachdem Rapha dann zwei Mal aufgestanden war, um Kilians Nacken zu fühlen und um seine Mütze wieder zurecht zu rücken, haben wir ihn zwischen uns geholt. Er war so mini und wir haben es nicht übers Herz gebracht, ihn da oben alleine liegen zu lassen, während wir aneinander gekuschelt aber trotzdem leicht frierend unten lagen. Rapha holte ihn also runter und wir kuschelten ihn zwischen uns. Diese Dreisamkeit haben wir sehr genossen. Zweisamkeit ist an dieser Stelle einfach mal ausgesetzt. Wir sind ja nun mal drei.


5. Die Haltestellen: Lissabon - Odeceixe - Amoreira - Arrifana - Carrapateira - Beliche - Lagos

Das alles waren sehenswerte Stationen auf unserer Reise.

Ich möchte hier nur auf einige Besonderheiten der oben genannten Orte eingehen und das auch nicht im Detail. Der nächste Portugalurlaub ist gebucht. Dann kann ich viel bessere aktuelle Tipps geben. Hier soll es um die Erfahrung mit dem Reisen mit Baby gehen. Also um Dinge und Erfahrungen, die unseren ersten Urlaub zu dritt prägten.

Die Distanzen zwischen den Orten halten sich in Grenzen, wobei man bedenken muss, dass es entlang der Küste kaum Schnellstraßen gibt und es doch manchmal ein kleines Rumgegurke wird. Bei einem kleinen Kind wie Kilian, der in der Babyschale einschlief, sobald der Motor angemacht wurde, natürlich noch unproblematisch.


a. Lissabon ohne Kinderwagen aber mit Trage

Lissabon war unsere erste Station und ist eine absolut sehenswerte Stadt, die nicht mit dem Kinderwagen, besichtigt werden sollte. Es ist ziemlich hügelig mit vielen Stufen. Wie oft haben wir junge Eltern gesehen, bei denen einer das Kind auf dem, der andere den Kinderwagen unter dem Arm hielt. Bei so einem angestrengten Anblick waren wir immer wieder froh über unsere Trage und die Entscheidung, ohne Kinderwagen in die Stadt gegangen zu sein. Die Top 10 Sehenswürdigkeiten für Lissabon bekommt ihr bei Tripadvisor, von mir bekommt ihr den: Mit Kind ist weniger immer mehr. Schau, wo sich heimische Familien aufhalten. Es gibt nette Parks oder Strandabschnitte. Schlendere durch die Stadt und vermeide die eventuell heiße Mittagssonne. Im späten September ging das Tragen in der Babytrage ziemlich gut, aber auch da haben Kilian und ich uns schon gegenseitig angeschwitzt.

b. Lokale Köstlichkeiten überall

Ich trinke zu Hause täglich mindestens zwei Latte, habe als Kind mit meinen Eltern jeden Sonntag Plunderteilchen (mit Vanillepudding) gegessen und Toast mit Schinken und Käse gehört zu Hause nun wahrlich nicht zu meinen Leibspeisen.

Dennoch sind Galao, Pasteis de Nata und Tosta Mista die kulinarischen Köstlichkeiten, die ich in diesem Urlaub kennen und lieben gelernt habe.

Die Versorgung von Kilian war mit seinen drei Monaten natürlich sehr unproblematisch, weil ich Kilian voll stillen konnte. Vielmehr musste mein Heißhunger, d.h. der Hunger einer nie statt werdenden stillenden Mutter gebändigt werden. Das war in Portugal in Restaurants mit eher Fleisch lastigen Menüvorschlägen, frischem Fisch und fettigen Pommes oder den Spaghetti mit Pesto auf unserem Campingkocher meist möglich.

Portugal hat sensationelle Pasteis de Nata (Puddingteilchen aus Blätterteig), in die ich mich sofort verliebt und den ganzen Urlaub geschlemmt habe. Pasteis de Nata und Galao, das portugiesische Wort für Milchkaffee, sind zwei Leckereien, mit denen ich Urlaube in Portugal verbinde. Das Tosta Mista als günstigen Mittagssnack am Strand schmeckt dann irgendwie doch anders als in Deutschland und dann auch nicht so schlecht (wobei die Zubereitung und Qualität sehr unterschiedliche war).


c. Eat, Sleep, Surf

Ich war zu diese Zeitpunkt noch nicht fit fürs Wellenreiten. Noch nicht vollständig erholt und mit dem Fitnessgrad eines Anti-Sportlers habe ich es zwei Mal auf meinem Surfbrett versucht und es dann aufgegeben. Zu groß war die Frustration über nicht bekommene Wellen und der schnellen Erschöpfung vom Paddeln, Dazu kommt, dass ich sowieso eine Art Warmduscher beim Surfen bin. Surfen und Wellen anpaddeln ja, aber wenn der Weg ins Line Up eher ein Kampf mit dem Weißwasser ist, gebe ich meist doch schnell auf, wenn die Wellen nicht viel Adrenalin verpsrechen. Also habe ich meinem Mann den Fortritt gegeben und ihn surfen lassen, was das Zeug hält. Die Gegend um Amoreira und Arrifana hat nicht nur wunderschöne Strände entlang von Steilklippen, sondern auch sensationelle Surfsports, die wir sicherlich an anderer Stelle nochmal genauer ins Auge fassen werden.

d. Strandtag mit Strandmuschel

Meine Tage am Strand waren also meist entspannt. Mit Kilian war es immer entspannt. Er war das entspannteste Baby überhaupt und war in dem Alter noch sehr anspruchslos. Er hat nichts eingefordert, war weder menschenscheu noch haben ihn Lautstärke beim Schlafen (in Restaurants) oder der Wind am Strand etwas ausgemacht.

Ich war an windigen Tagen, die es doch reichlich gab, sehr froh über unsere Strandmuschel, auch wenn ich das tägliche Auf- und Abbauen ziemlich nervig fand. Erst nach dem Urlaub haben wir die Entdeckung schlechthin gemacht: Die die 15EURO Strandmuschel von Rossmann ist die bisher beste Wahl. Als Wurfmuschel ist sie super schnell aufgebaut. Sie ist auch schnell wieder zusammengebaut, wenn man sich denn zwei oder drei Mal ein Tutorial bei YouTube angeschaut hat.

Es gibt für mich ja kaum etwas amüsanteres als Menschen dabei zu beobachten, wie sie vergeblich versuchen Wurfmuscheln oder Wurfzelte wieder zusammen zu bekommen. Nicht selten habe ich gesehen, wie Leute ihre Strandmuschel aufgeklappt in der einen Hand zurück zum Auto transportierten und sie so ins Fahrzeug stopften. Herrlich.

Wer ein entspanntes Baby hat, sollte die ersten Monate unbedingt viel Lesen und die Ruhe schätzen. Das wird sich später ja ändern, wenn die kleinen interaktiver werden und mehr Aufmerksamkeit wünschen. Die Strandmuschel ist der perfekte Ort für die ganz kleinen Babys. Sobald sie mobiler werden, ist die Standmuschel der Ort für den Mittagsschlaf. Mit Kilian habe ich viel in der Strandmuschel gekuschelt und geschlafen. Ich habe gelesen, während er die farbige Decke inspiziert hat. Zeitweise waren die Strandtage sehr windig, was unseren Rückzugsort noch unentbehrlicher gemacht hat. So war Kilian immer wind- und sonnengeschützt und wir haben die frische Luft und das Meer genossen. Rapha war zwischen den Surfsessions bei uns und hat Kilian übernommen, wenn ich meine tägliche Meeresdusche ohne Spülung nehmen wollte.


e. Lagos kann man, kann man aber auch lassen

In Lagos haben wir den obligatorischen Touri-Tag verbracht. Es ist eine Stadt voller Souvenirläden und Cafés mit (für portugiesische Verhältnisse) überhöhten Preisen. Nach vielen Strandtagen ohne Surf habe ich mich - zugegeben - auf einen Tag Souvenirshoppen und Schlendern in Lagos gefreut. Grundsätzlich ist es aber einfach ein nettes, aber touristisches Städtchen.


6. Fazit: Darum kann ich... Oder: Warum es toll ist, mit einem kleinen Baby zu reisen


Der Campingurlaub war großartig, vor allem wegen der Leute, die uns begleitet haben, wegen der lustigen Abende und Spiele vor dem Camper, der schönen Tage am Strand und der netten Einheimischen. Viel muss für eine Campingreise nicht geplant werden. Vor allem mit heute inzwischen sehr guten Apps und dem Fluch und Segen, ständig online sein zu können ist es leicht, spontan neue Orte, Stellplätze oder anderes Wissenswertes zu erfahren. Die Frage, wie man nur mit einem so kleinen Baby reisen kann, ist leicht zu beantworten: Man bucht einen Flug, besorgt sich einen Kinderreisepass, packt die Koffer und reist los. Ich würde allen Eltern, die es gerne machen wollen, unbedingt raten. Nach drei Monaten ist das Reisen (und vor allem Fliegen) mit Babys unproblematisch. Nur mit Neugeborenen sollte man bloß in Ausnahmefällen reisen, wie du hier lesen kannst.

Die Baby brauchen Euch Eltern und Eure Fürsorge. Ihm ist es egal, wo es diese Nähe bekommt. Für uns waren die Tage in Portugal so entspannt und entspannend.


7. Ich packe meinen Koffer...

Damit alles entspannt ablaufen kann, sollten einige Dinge aber unbedingt mitgebracht oder deren Verfügbarkeit vor Ort abgeklärt werden:


  • Babytrage - Ist bei einem Strandurlaub viel wichtiger als ein Kinderwagen, den wir oft zu Hause gelassen haben. Einen Kinderwagen durch den Sand zu ziehen, macht keine Freude

  • Strandmuschel als Wind- und Sonnenschutz

  • 100%-ig biologisch abbaubares Duschgel, mit dem man sich auch mal an der Stranddusche waschen kann (gibt es im Outdoor-Geschäften)

  • Kaffeezubereiter für den Campingherd - wir haben schon 2x welche gekauft, weil entweder keiner da war oder (eine Ferienwohnung) nur eine Filtermaschine hatte und wir hassen Filterkaffee. Kleine Kaffeezubereiter passen noch in jeden Koffer

  • Windeln - sind in Deutschland viiieeeeel günstiger als im Ausland, v.a. wer gerne den Marktführer der Windeln kauft. Für die Rückreise ist dann Platz für die Souvenir und schönen Kleider, die du kauft.

  • Babyschale fürs Auto - Sind in der Regel bei den Fluggesellschaften inklusive. Leihen ist oft sehr teuer. Nur bei diesem ersten Urlaub war der Preis von 20,-EUR für die ganzen zwei Wochen absolut fair. In der Regel liegt die Miethöhe bei fünf bis zehn Euro pro Tag (!!) Tipp: Wer auf den Kinderwagen nicht verzichten möchte, nimmt das Kinderwagengestell mit einem Aufsatz für die Babyschale mit. Das genügte bei unseren Reisen allemal, dass wir nur die Babyschale zum Liegen und Schlafen mitgenommen haben.

Weitere Dinge, die für Reisen mit Kindern wichtig sein könnten, findest du in meinem anderen Beitrag über den Kinderkoffer für den Urlaub.


Wenn Du noch Tipps und Ergänzungen hast, was unbedingt in einen Kinderkoffer sollte, dann schreib es doch unten in einen Kommentar. Ich freue mich über Nachrichten!







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